Der Attersee

Die Orte am Attersee bieten eine Welt für die ganze Familie. Mit fast 47 km² ist der Attersee, der größte See Österreichs. Der Attersee ist international vor allem auch als hervorragendes Segelrevier bekannt. Insbesondere der stete „Rosenwind“ (ca. 4 BFT) garantiert Boot- und Surfbrett-Freuden ganz besonderer Art. Natürlich kommen in den Orten rund um den Attersee auch andere Wassersportler nicht zu kurz. Tauchen etwa ist an den Ufern des warmen Badesees ebenso beliebt wie Wasserskifahren.

Auch extremere sportliche Aktionen wie Tube-Riding werden angeboten. In Weyregg finden Sie den längsten Steg im Atterseegebiet, nämlich der „Panoramasteg“ gegenüber dem Gasthaus Eichhorn.

Ob Segeln, Surfen, Wasserski, Paragleiten, Mountainbiken , Golf und Tauchen – ein mehr alsinteressantes Angebot für den sportlich aktiven Urlauber und die ganze Familie.

Als Besonderheit gelten auch die Atterseeschiffahrt, Konzerte, ein privates K.u.K. Hausmuseum, Panoramasteganlage, Überreste des größten bekannten Pfahlbaudorfes in Österreich, Römermosaik, Kneippanlagen, Sternwarte am Gahberg, Gahbergkapelle und der Wildpark Hochkreut.

Unser Tipp: Die im letzten Jahr fertiggestellte MULTISPORTANLAGE (Basketball, Volleyball, Handball, Fußball) beim Bundesforstbad in Weyregg steht allen Sportbegeisterten, jedoch im Besonderen den Jugendlichen zur Verfügung.

Das Segelrevier ATTERSEE

Der größte See des Salzkammerguts hat vordergründig nichts Spektakuläres zu bieten. Er hatkeinen Traunstein, keine Falkenstein- oder Drachenwand als weithin sichtbares Wahrzeichen. Er ist ein braver See, kaum geeignet als romantische Kulisse für Wildschützdramen aber dennoch überaus beliebt. Es mag eben nicht jeder steile Felswände und für viele ist der See inmitten der sanften Hügel-Landschaft des Alpenvorlandes deshalb perfekt in seiner Harmonie. Im Südosten verhilft der Kalkstock des 1862 Meter hohen Höllengebirges den meisten Betrachtern zu dem Eindruck, dass der Attersee ein echter Alpensee ist.

Während der Traunsee mit Gmunden eine richtige „Hauptstadt“ hat, gibt es am Attersee nur eine große Anzahl kleinerer, gleichberechtigter Siedlungen. Auf der Suche nach einer Hauptstadt trifft man unweigerlich auf Linz, für dessen Bewohner der Attersee schon seit jeher das war, was beispielsweise der Neusiedlersee für die Wiener ist – das eigene kleine „Meer“.

Der Norden des Attersee ist am dichtesten besiedelt; und da die Ufer des Attersees rundherum von einer Straße gesäumt sind, (die Berge zwingen nirgendwo zu einer Unterbrechung) lässt sich jeder Ort am See bequem erreichen. Nach dem Schörflinger Ortsteil Kammer hat der Attersee übrigens seinen zweiten Namen – Kammersee – den man besonders in älteren Publikationen häufig antrifft.

Der Attersee hat zwei Seewahrzeichen. Vor Schörfling, die aus dem 14. Jahrhundert stammende „Inselburg“ Schloss Kammer, die 1710 zu ihrer heutigen Gestalt erweitert wurde und das schmucke Schlösschen auf der Liliputinsel vor Litzlberg. Dieses ist durch einen Steg mit dem Festland verbunden.

Der 21 Kilometer lange Attersee ist an seinem Südende durch die Seeache mit dem Mondsee verbunden, von wo er auch mit Wasser gespeist wird. Die übrigen Zuflüsse kommen hauptsächlich aus dem Höllengebirge. Das überschüssige Wasser verlässt durch die Ager bei Seewalchen des See.

Durch die guten Straßenverbindungen bestand eher wenig Bedarf an der Schifffahrt, doch hat sich diese vorwiegend für Touristen (eine vergleichsweise bescheidene Flotte) entwickelt.

Wenn es ums Segeln geht, ist der Attersee einsame Spitze. Er ist (neben dem salzburgischen + und dem Traunsee), die seglerische Hochburg des Salzkammerguts, da einerseits eine große Wasserfläche für Wassersportler interessanter ist, andrerseits aber, – dies behaupten die Atterseer – die besten Windverhältnisse aller Salzkammergutseen nur am Attersee zu finden seien.

Das Windgeschehen ist am Attersee leicht durchschaubar und mit wenigen Ausnahmen auf drei Winde beschränkt:

  1. Bei einer normalen Westwetterlage setzt sich am Attersee meist ein schöner West durch, der allerdings böig und sehr drehend sein kann
  2. Wesentlich sicherer und für Regatten besser geeignet sind die Windverhältnisse bei Schönwetter. Es entwickelt sich dabei eine verläßliche Thermik. In Weißenbach soll bei anhaltender Schönwetterperiode bereits um 2 Uhr früh der Südwind aus den Bergen beginnen, der allerdings meist nur bis in die Höhe Nußdorf durchhält. Dieser Wind schläft am Vormittag wieder ein, worauf der Ausgleich in Form eines
  3. Nordnordostwindes erfolgen soll. Es ist der vielgepriesene Rosenwind, der üblicherweise zwischen zehn und elf Uhr vormittags einsetzt. Übrigens ein idealer Segelwind, der im Sommer bis sechs oder sieben Uhr abends anhält. Zum Leidwesen der Südanrainer bläst er aber nur selten über den ganzen See, sondern schläft meist faul beim Schwendereck, vis a vis von Steinbach ein.

Die einzige Ausnahme sind Gewitter im Südteil des Sees, wo Petrus einen gefürchteten Gewittersturm, verstärkt durch die Düse im Einschnitt zwischen Mondsee und Attersee, auf Steinbach loslassen kann.

An den schönen Ufern des Attersees gibt es eine Reihe von Marinas, z.B. jene der Gemeinde Schörfling vor dem Schloss Kammer oder die private Steganlage der Firma Haitzinger zwischen Mühlbach und Aufham. Die respektable Haitzinger Marina ist Nebenerwerb der Werft, die weit über den See hinaus bekannt ist und hohes Ansehen genießt. Beispielsweise durch die wunderschöne von Hubert Raudaschl konstruierte Libera Yacht LIBERTE, zahlreiche weitere Einzelbauten und historische Dampfboote, auf deren Bau, man dort in letzter Zeit ganz versessen ist. (Ein Meisterstück Haitzingers namens ANNA PLOCHL – Heimathafen Grundlsee).

Regattamäßig tut sich was am Attersee, woran alle Clubs mit mehr oder weniger großem Engagement beteiligt sind. Internationale hochrangige Großveranstaltungen wie H-Boot-WM, Europameisterschaften im Tornado, Pirat und Drachen, Österreichische Staatsmeister- und Jugendmeisterschaften wechseln sich laufend ab und runden das Bild des sportlichen Attersee ab.

Der Attersee hat, wie jedes Revier, das etwas auf sich hält, natürlich auch seine speziellen Bootsklassen. Eine besondere Renaissance erlebt in letzter Zeit der scheinbar ewig junge Drachen. Diese Klasse stellt sogar schon fast die Soling und den Star in den Schatten. Neben einem enormen Potential an H-Booten sind es vor allem die Traditionsklassen, die es außer hier in ernst zunehmenden Stückzahlen nur noch am Wolfgangsee gibt. Während man andernorts die 20m²-Rennjollen hegt, werden am Attersee – wie es sich für den größten Salzkammergutsee eben schickt – die 22m²-Jollen gepflegt. Frei nach dem Motto: Darf’s a bisserl mehr sein ……

STATISTIK

Seehöhe: 469m, Fläche 46,7 km, größte Tiefe 169m, durchschnittliche Wassertemperatur im August: 22 Grad

BILDER