Ende gut, alles gut bei den Piraten

Die internationale österreichische Pirat Staatsmeisterschaft 2017 ging vom 24. – 27.8.2017 beim SVW-YS über die Bühne.

 

Donnerstag:

Vermessung bedeutet für einige einkaufen gehen, diverse Ausrüstungsgegenstände werden vom Vermessungsteam als nicht regelkonform angesehen.

Freitag:

Der Attersee zeigt sich von seiner besten Seite, allerdings nur für Badefreaks.
Kein Wind und brütende Sonne machen es den Seglern und dem WFL nicht leicht an eine Wettfahrt zu glauben. Und genau so kam es, da konnte nur noch die Weißwurstjause darüber hinweg trösten.

Samstag:

siehe oben und wieder die Frage: schaffen wir noch eine Wettfahrt bzw. wird das überhaupt eine Staatsmeisterschaft?
Bei den Seglern kippt die Stimmung trotzdem nicht, das Versorgungsteam setzt alles ein, geht in die Offensive und nimmt bunte Getränke ins Programm.

Ungläubige Blicke von den Seglern nach der Bekanntgabe: Start am Sonntag um 07:30! Wie soll das gehen nach einem Freitagabend mit Tanz und Musik?

Und es hat funktioniert!

Sonntag:

Auslaufen um 06:45 bei Südwind (man beachte die Richtung) und Start der ersten Wettfahrt um 07:30.
Wir können dann 4 Wettfahrten bei 5-10 Knoten Windgeschwindigkeit abspulen, pünktlich nach der vierten Wettfahrt zieht sich der Wind zurück und übergibt die Segler wieder dem Badebetrieb.

Und so kommt es zu einer gültigen Regatta mit Staatsmeister 2017.

Internationaler österreichischer Meister 2017:

Anders Peter WVG1928 / Bark Peter WVG1928

Österreichischer Staatsmeister 2017:

Reiter Matthias SKH-YC / Reiter Manuela SKH-YC

Ergebnisliste: Ergebnis ÖSTM Pirat 2017

Wir gratulieren recht herzlich und freuen uns auf ein Wiedersehen

PS vom Wettfahrtleiter: Bitte nächstes Mal etwas mehr Wind mitbringen

Bilder:
Max Leitner
Marlen Hotwagner
Stephan Binder

 

Und dann aus der Sicht der Segler:

„Ende gut fast alles gut“

Bereits zu Beginn reisten einige deutsche Kollegen an um sich noch ein wenig an das Revier zu gewöhnen oder sogar zu trainieren.

Naja, aber zunächst der Reihe nach! Am Mittwochnachmittag rief mich die (neue) Vermesserin noch ganz aufgeregt an, Sie hat extra um den Ablauf möglichst flüssig zu gestalten einen Doodle Kalender erstellt in den wir uns eintragen sollten und dann natürlich auch pünktlich da sein. Das ist für die Piraten wohl etwas zu fortschrittlich, wo für manche das online Melden schon zum Problem wird, aber ich versuchte sie zu beruhigen, dass wohl die meisten Boote im Laufe des Donnerstag erscheinen werden und das war dann auch so. Gerade mal ein Boot musste am Freitag früh noch vermessen werden, dabei wäre doch noch sooo viel Zeit gewesen bis zur ersten Wettfahrt, aber das wussten wir ja da noch nicht. Alle Boote haben die Vermessung passiert, und bis auf ein paar Unstimmigkeiten mit irgendwelchen Normen war auch alles geklärt — bis auf — eine etwas betagte „Schwimmweste“ die beim durchgeführten Praxisversuch ihr Eigengewicht nicht tragen konnte, sprich, in den See geschmissen und weg war sie.

Aber dann begann das eigentliche Programm in Form der Begrüßung und Eröffnung, gefolgt von kurzem Warten und anschließendem Setzen der „Sportsocke“ (Startverschiebung). Am Abend dann Bayrische Jause und Tagesausklang. Am Samstagfrüh trieb mir der Blick auf den See wieder die Sorgenfalten auf die Stirn, es wird doch nicht schon wieder, nein, oder doch?! Sportsocke bis zum Abwinken – um 1700 und anschließend Stegbier und Segleressen und anschließend Martin´s Musikecke bis ca. Mitternacht! Sag mal hat wer geschaut, wann morgen Start sein soll, is eh wieder ka Wind… ah ja, 0730 Start, kurzes Rückrechnen und es war klar, dass das eine eher kurze Nacht werden wird. Ich schaue also so gegen 0600 auf den See hinaus und denke mir, das sieht aus wie die letzten Tage und überlege kurz ob ich mich ärgern oder freuen soll – keine ÖSTM, weiterschlafen, oder wird’s doch… kurzum 0730 erster Starthup und fast alle waren da, andere noch auf der Anreise.

Namen werden hier vornehm verschwiegen! Und was keiner zu hoffen wagte, 4 nicht ganz einfach zu segelnde Wettfahrten in Morgensüdwind und damit die Meisterschaft im Kasten. Der Letzte überquerte noch die Ziellinie und aus war´s mit der Herrlichkeit! Der Weg in den Hafen gestaltete sich etwas mühsam, aber das nimmt man gerne in Kauf nach so einem Morgen.

Internationaler Meister wurde Peter Anders/Peter Bark, Österreichischer Staatsmeister wurden souverän AUT 5 Reiter/ Reiter Silber AUT 8 Pintarich/ Pintarich und Bronze AUT 7 Lehner/Lehner.

Wir bedankten uns im Rahmen der Siegerehrung mit einem Ständchen bei unserem visionären Wettfahrtleiter, der am Vortag Geburtstag hatte und alle fuhren zufrieden nach Hause.

Alexander

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